So hatte ich sie in Santiago vorgefunden …

Gesucht hatte ich schon lange danach, unsicher war ich mir trotzdem bis zum Schluss. Ein Camper sollte mich auf meiner ersten Reise in den Süden von Chile begleiten. Doch wie genau sollte er aussehen? Lieber ein kleines Motorhome, ein größeres Auto mit Wohnwagen, ein VW-Bus oder doch lieber nur den Jeep mit aufklappbaren Zelt auf dem Dach?

Recht schnell wurde mir klar, dass ich mir meinen Studi-Traum eines VW-Bullis erfüllen musste. Wo auch sonst, wenn nicht im Nachbarland der Produktionsstätte in Brasilien? Ich möchte nicht sagen, dass Chile voll ist von den kleinen Schmückstücken, aber es gibt sie fast schon in Hülle und Fülle im Vergleich zur Bevölkerung in diesem Land. Früher diente der Bus als Schulbus - ein entsprechendes Angebot gab es hier noch. 

In den nächsten Monaten hatte ich mir einiges vorgenommen …

bis es soweit sein sollte, dass wir auf Ende des Jahres losfahren wollten. Zunächst wollte ich "nur" ein wenig von innen aufhübschen. Soooo schlimm sah es ja nicht aus. Das Fieber hatte mich jedoch gepackt und ich entschloss mich dazu sie komplett von innen und außen neu einzukleiden.

Ausgeräumt ist meistens schnell …

... doch was sich beim genauen hinschauen oft alles dahinter verbirgt, wollte ich im ersten Moment gar nicht so genau wissen. Ich hatte Angst vor verottenden Möbeln, rostigen Löchern im Boden und sonstigen Überraschungen.

Eine Rostkarre sieht deutlich schlimmer aus

Ganz so schlimm wie am Anfang befürchtet, war es dann doch nicht. Mein Mechaniker hatte recht schnell den kompletten Boden abgeschliffen, verostete Stellen entfernt und mit neuen Pflastern versehen. Ebenso verpasste er der Unterkonstruktion der Vodersitze ein neuen Unterbau und rückte den Fahrerstuhl zentriert in die Mitte. 

Alles wurde neu behandelt und mit weißer Farbe zum Schluss komplett neu lackiert. Der Untergrund sollte jetzt stimmen. Erst jetzt konnte es an den richtigen Neuausbau gehen. 

Der Boden war schnell verlegt

Und auch die hintere Sitzbank war dank der gleichen Position wieder schnell in ihre ursprüngliche Haltung gebracht. Ein Perfil zum Abschluss des Laminats ziert nun den Eingang der Combi und passt sich perfekt dem Türabschluss an. Mit Silikon habe ich zunächste die Fußbodenleisten rundherum ersetzt und neue Schrauben mit rückseitigen Muttern halten die Bank an Ort und Stelle.